Objekt des Monats
März 2026
Hermann Suter (1870 – 1926)
Fotografie von Hermann Suter (1870 – 1926), Fotograf Conrad Ruf Basel, Silbergelatineabzug, Bildträger 16.5 x 10.5 cm, um 1905
Im Juni 2026 jährt sich der Todestag von Hermann Suter zum 100. Mal.
Der Komponist und Dirigent wuchs in Laufenburg auf. Mit 32 Jahren gab er seine Verpflichtungen in der Ostschweiz und Zürich auf und zog nach Basel. Dort übernahm er die Direktionsstelle der Allgemeinen Musikgesellschaft Basel, des Basler Gesangvereins und der Basler Liedertafel. Als Krönung seines Lebenswerkes entstand 1923 zum 100-jährigen Bestehen des Basler Gesangvereins das Oratorium „Le Laudi di San Francesco d’Assisi“.
Der Fotograf des Porträts war Conrad Ruf. Er hatte Filialen in Basel, Freiburg im Breisgau, Mannheim und Darmstadt.
Hermann Suter liess sich für das Porträt im Profil fotografieren. Er trägt ein weisses Hemd mit Kläppchenkragen, der etwa bis zur Hälfte des Halses reicht und dessen Enden nach vorn geklappt sind. Es handelt sich dabei um eine Frühform des modernen Hemdkragens, der noch heute bei besonders festlichen Gelegenheiten in Verbindung mit einem Frack oder Smoking getragen wird.
Man muss also annehmen, dass es einen besonderen Grund für den Gang ins Fotoatelier gab. Ein möglicher Anlass könnte die grosse öffentliche Gedächtnisfeier zum 100. Todestag von Friedrich Schiller 1905 gewesen sein, an dem er einen Auftritt mit dem Gesangsverein hatte.
Das Museum Schiff ehrt dieses Jahr ab April den Musiker Hermann Suter an verschiedenen Orten in Laufenburg.