Objekt des Monats
Juni 2023
Willkommen in Laufenburg / Baden
Prospekt für Feriengäste, Juli 1967, 14 x 10 cm
Dieser Prospekt wurde vom städtischen Verkehrsamt Laufenburg / Baden im Juli 1967 herausgebracht. Er ist klein und unscheinbar, birgt aber eine unglaubliche Fülle von Informationen.Zehn Hotels und Gaststätten standen allein in Kleinlaufenburg damals zur Verfügung.
Die Ruhetage stimmten sie sorgfältig aufeinander ab. So waren am Montag der „Laufen“, die „Kaiserkrone“ und die „Krone“ geschlossen. Am Dienstag machte das Café an der Rheinbrücke eine Pause und das Gasthaus Bächle war ebenfalls geschlossen. Am Mittwoch blieben der „Sternen“, der „Salmen“, das „Lerchenstüble“, der „Sonnenblick“und das Café Hahn zu. Am Donnerstag ruhte das „Bahnhöfle“ und am Samstag das Hotel „Rebstock“.
Allein in der Hauptstrasse gab es ein reges Angebot: Da waren eine Apotheke, zwei Banken, ein Blumengeschäft, eine Buchhandlung, zwei Friseure und eine Friseuse, eine Drogerie, ein Eisenwarengeschäft, ein Optiker, das Atelier eines Schneidermeisters, vier Textilgeschäfte (Ebner existiert noch heute!) und mehrere Lebensmittelanbieter. Der Metzger Rothmund befand sich an der Halde.
Schweizer Inserate priesen das Comestibles-Geschäft Perlini bei der Brücke und das damals wie heute beliebte Café Maier beim Bahnhof an.
Wer nach Kleinlaufenburg in die Ferien kam, durfte etwas erwarten. Da wurden die Gäste jeweils am Freitag um 11.00 Uhr im Festsaal der Stadt begrüsst und um 14.30 Uhr bot man allen Interessierten eine Stadtführung. Jeden Dienstag um 14:00 Uhr fand dann eine Führung durch Laufenburg / CH mit einer Kraftwerkbesichtigung statt. Mit Tagesausflugsfahrten kam man für 17 DM zum Bodensee. Weiter waren der Vierwaldstättersee, Montreux, das Berner Oberland oder Schwarzwaldfahrten im Angebot. Der Schwarzwaldverein organisierte Wanderungen für alle, die sich sportlich betätigen wollten.
Wer nach Laufenburg kam, sollte etwas erleben können und das war bei so einem Programm sicher der Fall.
